UNFALL-ANZEIGE

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Jährlich ereignen sich über 2.000.000 Verkehrsunfälle in Deutschland. Unsere Straßen gehören zum größten Teil zu den sichersten in ganz Europa, dennoch wird statistisch gesehen etwa alle neun Minuten ein Mensch bei einem Verkehrsunfall verletzt.

Sollten Sie selbst in einen Verkehrsunfall verwickelt werden oder hinzukommen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die richtigen Dinge zu tun.

Folgende Tipps sollen Ihnen dabei helfen:
Halten Sie unverzüglich an!
Beachten Sie den nachfolgenden Verkehr, bevor Sie aus Ihrem Fahrzeug aussteigen - das ist besonders auf mehrspurigen Straßen wie z. B. Autobahnen wichtig. Vergewissern Sie sich als erstes über das Ausmaß des Unfalles. Teilen Sie sich die Aufgaben mit anderen an der Unfallstelle anwesenden Personen auf: Unfallstelle sichern, nach Verletzten sehen, Hilfe verständigen etc.

Geben Sie auch der Überlegung keine Chance, auch bei vermeintlich geringfügigen Schäden weiterzufahren. Im Untersuchungsverfahren gelingt meist der Nachweis, dass Sie die Berührung bemerkt haben dürften. Sie müssen grundsätzlich an der Unfallstelle nicht nur verweilen, sondern sich auch als Unfallbeteiligter zu erkennen geben. Findet sich zum Beispiel bei Parkschäden kein Geschädigter, richtet sich die Wartezeit nach dem Schadensausmaß. Als Orientierungshilfe dient: Ca 30 Minuten bei kleinen Blechschäden und bis zu mehreren Stunden bei schweren Personenschäden. Es reicht nicht, nur einen Notiz hinter die Windschutzscheibe zu klemmen und weiterzufahren. Auch nach einer angemessenen Wartezeit müssen Sie die Feststellungen zu Ihrer Unfallbeteiligung unverzüglich nachträglich ermöglichen. Entweder bei einem Berechtigten oder einer nahe gelegenen Polizeidienststelle.
Sichern Sie die Unfallstelle ab!
Schalten Sie - wenn möglich - das Warnblinklicht ein; stellen Sie in ausreichender Entfernung die Warnzeichen auf. Die Entfernung richtet sich hierbei nach den Sichtverhältnissen, der Lage der Unfallstelle und der dort zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Die Entfernung in Schritten kann etwa der üblicherweise gefahrenen Geschwindigkeit gleichgesetzt werden (50 km/h = 50 Schritte).
Ist nur geringfügiger Schaden entstanden und sind die Fahrzeuge noch fahrbereit, sollten die Beteiligten die Fahrbahn wieder frei machen und beiseite fahren. Zeichnen Sie nach Möglichkeit den Stand der Fahrzeuge auf der Fahrbahn mit Kreide an - meist in der ‚Erste-Hilfe-Box' - und fotografieren Sie die Unfallstelle.
Leisten Sie Erste Hilfe!
Fragen Sie hierzu die Beteiligten nach Verletzungen oder Schmerzen, soweit diese nicht offenkundig sind und versorgen Sie die Verletzten soweit es Ihnen möglich ist. Sind Ihre Kenntnisse hierzu noch aktuell? Ein Auffrischungskurs ‚Erste Hilfe am Unfallort' bei einer der zahlreichen Hilfsorganisationen bringt Sie wieder auf den aktuellen Stand. Prüfen Sie auch regelmäßig Ihr Erste-Hilfe-Material auf Vollständigkeit und Haltbarkeit anhand des darin befindlichen DIN-Normblattes 13164, Stand Januar 1998.
Holen Sie Hilfe!
Sind Personen verletzt, muss ein Rettungsdienst, ggf. auch über die Polizei oder die Feuerwehr, verständigt werden. Dies kann über Notrufeinrichtungen an den Straßen oder über die
Polizei: 110 oder
Feuerwehr: 112 erfolgen.

Wichtig sind hierbei folgende Angaben:
Wer ruft an - nennen Sie Ihren Namen.
Wo ist die Unfallstelle - bei getrennten Fahrstreifen die Fahrtrichtung angeben.
Was ist passiert.
Wie viele Personen sind verletzt und sind diese noch ansprechbar.
Warten Sie Rückfragen des Gesprächpartners ab, meist will er noch Ihre telefonische Erreichbarkeit oder Anschrift erfragen. Holen Sie immer die Polizei bei Unfällen mit Toten, Verletzten, hohem Sachschaden, Unfallflucht oder Verdacht einer Straftat. Bei Verständigung wird die Polizei immer zum Unfall kommen.
Fotografieren Sie nach Möglichkeit die Unfallstelle aus verschiedenen Richtungen oder beschreiben Sie die Unfallstelle. Hierzu sind Unfallspuren auf der Fahrbahn und Unfallschäden von Bedeutung.
Notieren Sie Name und Anschrift, Fahrzeug und Kennzeichen, Art der Beteiligung sowie die Haftpflichtversicherung der Unfallbeteiligten und teilen Sie dieselben auch dem Unfallgegner mit. Die so genannte Unfallkarte hilft Ihnen dabei. Geben sich Zeugen zu erkennen, die selbst nicht in den Unfall verwickelt sind, bitten Sie diese um deren Personalien oder Telefonnummer.
Achten Sie darauf, dass Spuren nicht verwischt werden.
Wer hat "Schuld"?
Dies ist sicherlich die interessanteste, aber auch schwierigste Frage. Unter dem Einfluss des Unfallereignisses ergeben sich persönliche Überzeugungen, von "Ich hab nichts falsch gemacht" bis "ich bin an allem Schuld".
Um Ihre berechtigten Ansprüche nicht zu gefährden, sollten Sie nie unter dem Eindruck des Geschehens irgendwelche Erklärungen oder gar ein Schuldeingeständnis unterschreiben, auch wenn der Unfallgegner Sie dazu drängt. Sie gefährden damit Ihren Versicherungsschutz. Ist die Polizei gerufen, werden Sie über Ihre Rechte und Pflichten im Ermittlungsverfahren aufgeklärt. Merkblatt über Rechte von Verletzten und Geschädigten im Strafverfahren
Wie geht's weiter?
Wurde der Unfall von der Polizei aufgenommen, leitet sie die Unfallanzeige an die Bußgeldstelle oder die Staatsanwaltschaft weiter. Ist die Anzeige gegen Sie gerichtet, erhalten Sie von dort weiteren Bescheid. Auch wenn der Unfall nicht von der Polizei aufgenommen wurde, wenden Sie sich an Ihre Versicherung oder einen Rechtsanwalt und holen sich bei Bedarf weiteren Rat. Haben Sie den Unfall verursacht, müssen Sie Ihre Versicherung benachrichtigen.

Bedenken Sie auch, dass Unfall beschädigte Fahrzeuge nicht ohne weiteres wieder im Straßenverkehr in Betrieb genommen werden dürfen. Lassen Sie die Unfallschäden grundsätzlich in der Fachwerkstatt reparieren. Wurde die Polizei hinzugezogen, regelt diese über die Zulassungsstelle, unter welchen Voraussetzungen das Unfall beschädigte Fahrzeug nach der Reparatur wieder am Straßenverkehr teilnehmen darf.

Quelle: Auszüge aus http://www.gib-acht-im-verkehr.de